Mittwoch, 17. Januar 2018

Soren Kierkegaard zur GroKo


Der dänische Philosoph Soren Kierkegaard (1813 - 1855) hatte seine Meinung über den Glauben an eine Sache im Verhältnis zur Falschheit der Ansicht, die auch auf die politische Debatte um die Große Koalition GroKo zutrifft:

»Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit,
dass die Ansicht falsch ist. Menschen, die Recht haben, stehen meistens allein.«



Die Ansicht einer Mehrheit sichert weder die politisch beste Lösung noch die Richtigkeit der Meinung. Andererseits legen Rechthaber in der Politik selten demokratisches Verhalten an Tag.

Dies ist ein grundlegendes Problem demokratischer Entscheidungen. Demokratisch ist es, mit überzeugenden Argumenten Mehrheiten zu gewinnen. Davon ist die GroKo aber weit entfernt.

»Eine Große Koalition bildet man nicht deshalb, weil man sich davon einen unmittelbaren parteitaktischen Vorteil verspricht, sondern weil eine Partei ihre staatspolitischen Vorstellungen durchsetzen will.«

Samstag, 13. Januar 2018

»Selbstbetrachtungen« von Marc Aurel


Marc Aurel

Marc Aurel war ein bedeutender römischer Kaiser und Philosoph. Er war der einzige Philosoph auf dem Thron, der als römischer Kaiser ein Weltreich regierte. Die Zeitumstände jedoch sprachen gegen einen Philosophen als Kaiser, er regierte in Zeiten von Kriegen, Mißernten und Hungersnöten.


Seine philosophischen Betrachtungen sind hergeleitet aus den Ideen der Stoa (ca. 300 v. Chr.), diese dann - von Seneca und Epiktet beeinflusst - prägten sein Gedankengut im Sinne Platons Dualismus von Herrscher und Philosoph in einem zu sein. Marc Aurel war ein Anhänger der Lehren der Stoa und gilt als bedeutender Vertreter des Spät-Stoizismus. Er bekannte sich zu den Lehren der Stoa und begenete allen Widerwärtigkeiten auch mit stoischer Gelassenheit und Weisheit.

Von zeitlos klassischem Rang ist die Besinnung auf das richtige Handeln und das gute Leben, die der römische Kaiser Marc Aurel (121-180 n.Chr.) in seinen nahezu zweitausend Jahre alten Aufzeichnungen, den 'Selbstgesprächen', festgehalten hat. Die Selbstbetrachtungen des römischen Kaisers Marc Aurel sind die letzte bedeutende Hinterlassenschaft aus der philosophischen Schule der jüngeren Stoa. Sie werden zur Weltliteratur gezählt. Entstanden sind sie am Ende von Mark Aurels Herrschaft in Feldlagern an der Nordgrenze des Römischen Reiches.


Selbstbetrachtungen
Selbstbetrachtungen

von Marc Aurel

»Wenn wir irgendetwas unterschätzen in unserem Leben,
dann ist es die Wirkung der Freundlichkeit!«

Die »Selbstbetrachtungen« dokumentieren die ständigen Selbstermahnungen des Herrschers, seine Bemühung, das Leben verantwortungsvoll und im Bewußtsein der conditio humana zu gestalten, und sein Mißtrauen gegenüber sich selbst, ob er den eigenen Grundsätzen auch genügt. Diese Grundsätze fußen auf der Überlieferung antiker Philosophie, zugleich sind sie voraussetzungslos zugänglich, weil sie die Grundfragen menschlicher Existenz erörtern. Sie sprechen eine Sprache der Suche, die ohne spekulative Ambition oder persönliche Ruhmsucht unternommen wird. Diese Suche wird seit Jahrhunderten als Zeugnis von Weisheit und als Wegweiser für ein gutes Leben geschätzt.








In einer Vielzahl persönlicher Beobachtungen aphoristischen Zuschnitts entfaltet der Kaiser dabei sein Weltbild im Selbstdialog. Maßgebliche Richtschnur für das eigene Denken und Handeln waren ihm die Einordnung in und die Übereinstimmung mit der „Allnatur“. Vernunftleitung und Gemeinwohlorientierung gehören zu den in zahlreichen Wendungen variierten Konstanten der Selbstbetrachtungen, zu denen Mark Aurel auch die Rückwirkungen seines Amtes auf die eigene Person antrieben: „Verkaisere nicht!“

Der Stoiker Marc Aurel glaubte im Gegensatz zu Epikur an die Göttliche Fügung, das vorbestimmte Schicksal, den höheren Sinn der Natur und des Universums und an die Tugend zu Gunsten des Staates.

»Selbstbetrachtungen« von Marc Aurel war handlungsleitende Lektüre für viele spätere Politiker, u.a. Helmut Schmidt.

Leicht verständlich und verständnisvoll, logisch und doch überraschend, nah an der Seele des Menschen geschrieben, vermittelt Marc Aurel mit seinen Selbstbetrachtungen mehr als einen "lifestyle" oder ein interessantes Gedankenspiel, sondern eine zutiefst zufriedenstellende und das Herz beruhigende Geisteshaltung.



Selbstbetrachtungen







Selbstbetrachtungen

Marc Aurel



CreateSpace Independent Publishing Platform, 10. Januar 2017,

98 Seiten.

ISBN-13: 978-1542455329



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Literatur:

Selbstbetrachtungen
Selbstbetrachtungen
von Marc Aurel

Selbstbetrachtungen
Selbstbetrachtungen
von Marc Aurel


Weblinks:

Marc Aurel-Biografie - Biografien-Portal www.die-biografien.de

Marc Aurel-Zitate - Zitate-Portal www.die-zitate.de


Marc Aurel Kaiser und Philosoph - YouTube

Marc Aurel Kaiser und Philosoph - Youtube

Philosophie am Montag: Marc Aurel "Selbstbetrachtungen" - Youtube


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Samstag, 6. Januar 2018

Mit guten Vorsätzen in das neue Jahr

Mit guten Vorsätzen in das neue Jahr

Mit guten Vorsätzen beginnen viele Menschen das neue Jahr – und das jedes Jahr aufs Neue, weil die noch so guten Vorsätze nie lange währen. Der Jahresanfang ist ein beliebter Zeitpunkt, um Vorsätze zu ändern und seine Einstellungen zu überprüfen und seine Handlungen zu ändern.

Der Jahresanfang ist ein beliebter Zeitpunkt, um zurückliegende Handlungen selbstkritisch zu hinterfragen. Es ist der Moment, um an wenig berauschenden Erkenntnissen über die Wirkungen des Bisherigen mit Hilfe güter Vorsätze korrigierend einzugreifen. Es ist philosophisch gesehen ein Moment der Morgenröte.

Vorsätze sind im Gegensatz zu den Tugenden meist  spontan gefasste Entschlüsse, die auf keinen langfristigen Überzeugungen basieren. Sie werden meist kurzfristig gefasst und währen auch im Laufe eines Jahres nicht immer lange an. So ist es auch einfach, in jedem neuen Jahr neue Vorsätze zu fassen.

Dies erfordert Reflexion und Selbsterkenntnis. Selbsterkenntnis folgt aus innerer Betrachtung. "Ich durchforschte mich selbst", hat Heraklit gesagt. Der Erkenntnis muss dann das Handeln folgten, denn Vorsätze lassen sich ohne Handeln nicht umsetzen und auf die Umsetzung kommt ja hier letztlich an, denn nur durch Handeln lassen sich Vorsätze umsetzen.



Weblink:

Warum man das neue Jahr mit guten Vorsätzen beginnt - FAZ - www.faz.net

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